All unsere besonderen Erlebnisse, magischen Momente und einzigartigen Begegnungen wollen wir hier festhalten.
Reiseblog

Utila: Tauchen, Chillen, Feiern, REPEAT


Das ist der erste Blogbeitrag, denn ich nach unserer Rückkehr schreibe. Normalerweise habe ich immer alles sofort in mein Tagebuch oder innerhalb weniger Wochen am Ipad geschrieben. Um genau zu sein schreibe ich diesen Beitrag mit einer Verzögerung von guten 10 Monaten und nach über fünf Monaten zurück in Deutschland. Das ausgerechnet über einen der Orte, an dem wir die längste Zeit verbracht haben, der Ort, der mir immer sofort einfällt, wenn jemand fragt wo ich gerne hin zurück möchte und eine Zeit die zu den schönsten und unvergesslichsten unserer Reise gehört. Denke ich heute an Utila seufze ich sehnsüchtig, muss lachen, bekomme gute Laune und bin etwas wehmütig, dass es so weit weg ist. Also wo fange ich an, um etwas von dem Lebensgefühl und -freude aus unserer Zeit auf Utila zu vermitteln.

Eigentlich waren wir schon bei unserer Anreise von Copan nach Utila gewarnt, wir trafen immer wieder Backpacker, die beim Erzählen von Utila einen schwärmerischen Blick bekamen und davon erzählten, dass von einem geplanten ein Wochen Aufenthalt manchmal sogar mehrere Monate wurden. Auch der Amerikaner Jacob, welchen wir in El Salvador trafen, erzählte, dass er nun auf die Insel zurückkehrt um seine 6 Wochen Sommerurlaub dort zu verbringen. Als wir mit der Fähre pünktlich zur Mittagshitze ankamen hatten wir erst mal die Herausforderung aus den unzähligen Tauchschulen, die Richtige für uns zu finden. Alle unschlagbare Preise, nette Leute, meist die Übernachtung umsonst und so irrten wir von Diveshop zu Diveshop. Bis wir vor Underwater Vision standen, eigentlich gar nicht auf unserer Liste. Aber der Blick in die Open Air Bar, wo man gemeinsam die WM schaute und dahinter Bäume mit Hängematten, Liegestühle, Volleyballfeld und direkter Zugang zum Meer ließen hielten uns fest. Dann kam auch noch Nico dazu, Moritz zukünftiger Rescue-Dive Ausbilder, erklärte uns alles und dann war klar wir müssen nicht weiter. Vielleicht war es ein Bauchgefühl, doch wir haben es nie bereut. Moritz und ich beziehen unser einfaches Doppelzimmer, direkt neben nem Baleada-Bistro, die uns an unseren Ausschlaftagen bereits um 9 Uhr mit Pop und Reggaeton Beats aus dem Bett befördert. Denn normalerweise stehen wir schon um 6:20 auf, um uns noch vor dem Morgenboot mit Sandwiches und Kaffee zu versorgen und wie folgt läuft dann auch fast jeder Tag ab:

nEs ist 7 Uhr in der früh, die Sonne scheint und es herrscht ausgelassene Stimmung an Board. Noch einmal schnell Equipment und die Passagiere checken und dann geht die Fahrt los. Meist nur ein paar Minuten, denn da liegt auch schon das erste Riff. Die Aufregung steigt was erwartet uns heute von Schildkröten, Barracudas, Moränen, Rochen, Seepferdchen, Remoras, Oktopus und Dildos im Containerschiffwrack kann alles dabei sein. Die Bedingungen wie immer beste Sicht, 29 Grad, keine Strömung, traumhafte Korallen und garantiert jeder Tauchgang einzigartig und unvergesslich. Nach 45 Minuten zurück aufs Boot und Sonne tanken, die Fahrt geht weiter zum nächsten Spot. Mit etwas Glück unterwegs noch auf Delphine treffen, mit denen wir dann eine Runde schnorcheln. Dann ab zum zweiten Dive und zurück in die Homebase. Auch wenn man unter Wasser ohne Anstrengung dahin gleitet macht Tauchen ganz schön hungrig, also sind wir rechtzeitig für ein spätes Frühstück oder Mittagessen zurück. Sollte es mit dem Morgentauchgang mal nicht klappen, geht es eben auf das Nachmittagsboot oder auch ein Abenteuer, die Nachttauchgänge. Aber nach dem Mittag gibt es erst mal eine Siesta in der Hängematte und unzählige Romane werden verschlungen, mit gelegentlichem Abkühlen im warmen Meer. Da Deutschland auch schon aus der WM geflogen ist schauen wir uns alternativ ganz entspannt die Fußballspiele an und dazu ein eisgekühltes Tucher Weissbier, eingeführt von einem englische Tauchlehrer. Am späten Nachmittag wird dann mit Volleyball der Kreislauf auf Vordermann gebracht, um dann um 18 Uhr mit den neugewonnenen Freunden von Australien bis Honduras sich zur Happy Hour einzufinden. Ein Grund zum Feiern wird hier ständig gefunden und da alles so wunderbar fußläufig auf der Insel zu erreichen ist, geht es meist weiter in eine Reggaetonbar auf Meer oder in die Baumhaus-Disko. Die Moskitos sind gnädig, die Drinks günstig und die Musik manchmal gar nicht so übel, doch das Schönste ist die gute Gesellschaft. Denn dadurch, dass wir so viel Zeit miteinander verbringen, entstehen schnell gute Freundschaften. Jeder ist grundentspannt, es gibt einfach kein Grund zum Jammern, das Leben ist so unbekümmert, man kann einfach nur eine gute Zeit haben. Dann nach einem letzten Absacker ab ins Bett, wo der Ventilator auf höchster Stufe versucht für Abkühlung zu sorgen. Den Rest übernimmt der letzte Drink und da klingelt auch schon wieder der Wecker um 6:20… Utila, du hast uns gefangen!

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