All unsere besonderen Erlebnisse, magischen Momente und einzigartigen Begegnungen wollen wir hier festhalten.
Reiseblog

Trekking von Likir nach Temisgang

Nachdem wir so einigermaßen wieder hergestellt sind, sollte es nun endlich zum Trekking gehen. Wir haben es dann nicht eingesehen für eine organisierte Tour 300 Euro zu zahlen. Denn wenn laut Reiseführer die Route, die meiste Zeit an einer Straße entlanggeht, brauchen wir dafür keinen Guide. So hat das Ganze auch etwas mehr Abenteuer. Am nächsten morgen geht es mit dem Taxi nach Likir (dort noch mal schnell das Kloster besichtigt) und dann machen wir uns auf den Weg. Soweit es denn einen erkennbaren Weg geben soll. Bereits nach 10 Minuten durch das idyllische Örtchen, Kühe, Esel, Schafe, Felder und dahinter der blaue Himmel und die Berge, ruft ein alter Mann uns entgegen „Yang Tang, Yang Tang“ und deutet hinter sein Haus. Hmmm das klang doch wie der Ort an dem wir die erste Nacht verbringen wollen. Wir versuchen genaueres zu erfahren, doch der Alte, der an seinem Webstuhl vor dem Haus sitzt, deutet immer nur dahinter, mehr ist da nicht heraus zu holen. Doch wir vertrauen ihm und gehen den weniger offensichtlicheren, von ihm geratenen Weg entlang. Nach einer Stunde erreichen wir den ersten Pass und der Alte hat Recht gehabt, bzw. wir lagen richtig ihm zu vertrauen. Am Pass nahm unser Ausflug noch eine Wende. Wir trafen auf vier israelische Jungs und so waren wir ab da an zu sechst. Ging es abwärts konnten wir uns nett unterhalten und bergauf schnaufte jeder für sich. Die meiste Zeit ging es über Steingeröll und bei 3500 Höhenmeter bergauf zu gehen lässt einen echt an die Grenzen kommen. Nach sechs Stunden erreichen wir Yangtang und finden einen netten Homestay für uns alle. Außer abhängen und auf das Abendessen warten, steht auch nichts mehr an für den Tag. Die Gastmutter bereitet ein einfaches, leckeres Abendessen für uns zu. Danach packt einer der Jungs seine Gitarre aus und als die Lieder ausgehen wird noch etwas Karten gespielt. Endlich mussten wir mal nicht nur zu zweit spielen. Am nächsten Morgen starten wir bei strahlend blauem Himmel und es geht weiter wie am Vortag: runter ins Tal und wieder hoch zum Pass. Wenn es ging versuchten wir der Straße zu folgen und da wartete die größte Überraschung auf uns. Diese war plötzlich mit Geröll zu geschüttet und als Einer von uns den Haufen hochstieg sah er dahinter nur Abgrund. In einem Zelt fand sich ein schlafender Bauarbeiter, der anbot uns den Weg zu zeigen. Er warf sich noch in Schale und stiefelte vor uns einen steilen Abhang hoch. Wir zum Teil auf allen vieren hinterher. Das war nun wirklich eine Herausforderung, den wir mussten den Hang daneben überqueren um zurück auf die Strecke zu kommen. Auf der anderen Seite konnte er dann wenigstens gleich mit den anderen Bauarbeitern abhängen und wir hatten das Schwierigste geschafft. Immer wieder fragten wir uns, wenn das der Baby Trek zum Einsteigen ist, wie sind dann die anderen Wanderungen?! Ich glaube wir werden es nicht erfahren… Am Ziel, im Ort Ang, setzten wir uns in den Schatten am Bach und es gab Kaffee und Kuchen (Die Israelis waren aber auch gut ausgerüstet). Wir waren alle super erschöpft und konnten dann endlich einen kleinen Transporter finden, der uns die zwei Stunden zurück nach Leh fährt, auf der Ladefläche. Der Ausflug war super anstrengend hat aber echt Spaß gemacht und einen Teil hat definitiv unsere spontane Reisegruppe dazu beigetragen.

Likir 03.09. – 04.09.2017

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